Englische Lebensversicherung
Was ist eine englische Lebensversicherung?
Im Bereich der Lebensversicherungen sind nicht nur deutsche Versicherungsgesellschaften am Markt mit Angeboten vorhanden, sondern es bieten natürlich auch ausländische Versicherungsgesellschaften Produkte an.
Eine spezielle Art von Lebensversicherung ist die
englische Lebensversicherung, die in der Regel auch als britische Lebensversicherung bezeichnet wird.
Es handelt sich bei dieser Versicherung zunächst einmal um eine Kapitallebensversicherung,
die mit der
in Deutschland vorhandenen Kapitallebensversicherung zu vergleichen ist. Dennoch bestehen wichtige Unterschiede zwischen der Versicherung aus Deutschland und der englischen Lebensversicherung. Diese wird von britischen Versicherungsgesellschaften angeboten und genießt
international betrachtet einen sehr guten Ruf.
Dieses liegt in erster Linie an den über 200 Jahren Erfahrung, die britische Lebensversicherer bereits haben und demzufolge besitzen die meisten Gesellschaften eine
sehr gut Bonität.
Welche besonderen Eigenschaften hat die englische Lebensversicherung?
Neben der oftmals sehr guten Bonität des Emittenten, zeichnet sich die
englische Lebensversicherung durch einige weitere Eigenschaften aus.
Zunächst einmal investieren die englischen Lebensversicherer die Beiträge des Kunden in sehr großem Umfang in Aktien,
was bei deutschen Lebensversicherern im Rahmen einer klassischen Lebensversicherung nicht erlaubt ist. Aufgrund dieser Tatsache
erzielt die englische Lebensversicherung sehr gute Renditen. Diese liegen im Durchschnitt der letzten Jahre und auch Jahrzehnte betrachtet bei rund 10 Prozent pro Jahr.
Eine weitere Besonderheit ist das so genannte
„Smoothing“, was übersetzt so viel wie Glättungsverfahren bedeutet. Das Smoothing beinhaltet, dass hohe Renditen aus aufgrund guter Börsenzeiten zum Teil zurück gelegt werden, um dann in schlechteren Zeiten die Gesamtrendite auf einem möglichst hohen Niveau halten zu können.
Was unterscheidet die englische Lebensversicherung von der „deutschen“?
Der
Hauptunterschied zwischen der englischen Lebensversicherung und den klassischen Kapitallebensversicherungen in Deutschland besteht darin, dass deutsche Lebensversicherer die Beiträge der Kunden nur in sehr sichere Finanzprodukte wie Anleihen oder Termingelder investieren dürfen.
Demzufolge liegt auch die durchschnittliche Rendite nur bei rund 4-5 Prozent. Die
englische Lebensversicherung hingegen kann das Kapital der Versicherten bis zu einhundert Prozent in Aktien investieren. Dieses hat in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass die durchschnittliche Rendite mit rund
8-10 Prozent doppelt so hoch wie die Rendite der klassischen Kapitallebensversicherung in Deutschland lag.
Ferner werden die englischen Lebensversicherer auch von der Bonität her etwas besser als die deutschen Versicherer eingestuft. Ein Unterschied besteht zudem in der
Glättung der Renditen. Während die deutschen Versicherungen hohe Renditen in der Regel wieder neu investieren oder ausschütten, legt die englische Lebensversicherung einen Teil der erzielten Erträge zurück, bildet also Rücklagen, um zukünftig Zeiten mit schlechterer Rendite „ausgleichen“ zu können.
Die englische Lebensversicherung bietet steuerliche Vorteile
Wen in Deutschland bei einer Lebensversicherung eine etwas höhere Rendite erzielen möchte, muss sich für die
Fondsgebundene Lebensversicherung entscheiden.
Diese hat aus steuerlicher Sicht allerdings den Nachteil, dass die Beiträge nicht als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer abgesetzt werden können. Dieses trifft allerdings für die englische Lebensversicherung sehr wohl zu, da diese wie eine klassische Lebensversicherung eines deutschen Versicherers behandelt wird.
Man kann also die Beiträge zur englischen Lebensversicherung bis zur Höchstgrenze als Vorsorgeaufwendungen absetzen und dadurch seine zu zahlende Einkommenssteuer reduzieren. Durch die englische Lebensversicherung hat man also gleichzeitig den Vorteil der hohen Rendite und der steuerlichen Absetzbarkeit.