Kapitallebensversicherung Rendite
Die Kapitallebensversicherung
Die Kapitallebensversicherung stellt eine Kombination aus Lebensversicherung und Sparvertrag dar. Sie bietet dabei sowohl eine Todesfall- sowie eine Erlebensfallleistung, die aus der garantierten Versicherungssumme sowie den von der Versicherung erwirtschafteten Überschussanteile besteht.
Versicherte, die den Ablauf des Vertrages erleben, erhalten die angesparten Gelder zuzüglich der von ihnen verdienten Rendite der Kapitallebensversicherung auf Wunsch in einer Summe oder als monatliche Zusatzrente ausgezahlt. Durch die zum Teil sehr langen Laufzeiten von Lebensversicherungen können sich bereits geringe Renditeunterschiede positiv auswirken und so einen nicht unerheblichen Zinseszinseffekt erzielen.
Um die Rendite einer Kapitallebensversicherung ermitteln zu können, müssen die unterschiedlichen varianten der Lebensversicherung betrachtet werden.
Die klassische, verzinsliche Lebensversicherung
Die verzinsliche Lebensversicherung ist der Klassiker unter den Kapitallebensversicherungen. Diese Produkte bieten Versicherungsnehmern eine Garantieverzinsung von aktuell 2,25% p.a., die in jedem Fall fällig wird. Zusätzlich werden Versicherungsnehmer noch an den Überschüssen der Versicherung beteiligt. Diese Überschüsse entstehen durch die Anlage der Kundengelder in Aktien, Festgeldanlagen und anderen Wertpapieren.
Diese Überschüsse werden jährlich auf das Konto der Lebensversicherung ausbezahlt, ein größerer Teil der Überschüsse wird jedoch am Ende der Laufzeit als Schlussüberschuss ausbezahlt. Aus diesem Grund ist die Rendite einer Lebensversicherung bei vorzeitiger Kündigung oft sehr gering. Wird die Versicherung jedoch bis zum Ende der Laufzeit aufrecht erhalten, können Anleger hiermit ohne große Risiken eine Rendite von bis zu 5-6% p.a. erzielen.
Diese Rendite kann natürlich nicht garantiert werden, denn die Höhe der Überschüsse ist an die allgemeine Marktentwicklung gekoppelt. Daher erhalten Versicherungsnehmer beim Abschluss ihrer Versicherung lediglich eine überschlägige Berechnung, nach fünf Jahren Versicherungsdauer wird zudem eine jährliche Prognose erstellt. Beim Vergleich von Angeboten sollten Anleger hier daher nicht auf die Höhe der prognostizierten Überschüsse,
sondern lediglich auf den garantierten Kapitalbetrag und diese Rendite achten, die möglichst hoch ausfallen sollten.
Fondsgebundene Lebensversicherungen
Für Anleger, die eine etwas höhere Rendite mit ihrer Lebensversicherung erzielen wollen, bieten Versicherungsunternehmen die Fondsgebundene Lebensversicherung. Wie der Name schon vermuten lässt, werden die Gelder bei dieser Form der Lebensversicherung nicht verzinslich angelegt, sondern in Investmentfonds investiert.
Viele Anleger haben dabei die Wahl, in welchen Investmentfonds die Anlagen erfolgen sollen. Bei langfristigen Anlagen sind Einzahlungen in Aktienfonds sinnvoll, denn diese erzielen statistisch gesehen bei Laufzeiten von mehr als zehn Jahren die höchste Rendite. Etwas sicherheitsorientierte Anleger können aber auch in Mischfonds anlegen, die sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere und Immobilien investieren.
Vielfach haben Anleger auch die Möglichkeit, den gewählten Fonds einmal pro Jahr zu tauschen, und zwar kostenlos.
Die Rendite einer Lebensversicherung auf Fondsbasis kann bei Abschluss des Produktes nicht vorhergesagt, sondern lediglich prognostiziert werden. Auch eine garantierte Mindestverzinsung sowie einen garantierten Auszahlungsbetrag gibt es nicht. Die Rendite der Lebensversicherung ist somit ausschließlich an der Entwicklung der Aktienfonds gekoppelt. Deren Bewertung sollten Anleger vor dem Abschluss der Versicherung unbedingt prüfen, denn nur erstklassige Fonds erzielen eine überdurchschnittliche Rendite, die dann zwischen 6-9% p.a. liegen kann.